Übergabe offener Brief an die SNB
Der von Breakfree lancierter offener Brief wurde von 50 nationalen und kantonalen Parlamentarier*innen von 5 verschiedenen Parteien unterzeichnet und heute an die SNB übergeben. Dies ist ein klares Zeichen der Politik an die SNB, die von ihren Investitionen negativ betroffenen Gemeinschaften zu respektieren und aus dem Fracking Business auszusteigen.
Nationalrätin Delphine Klopfenstein und Nationalrat Christian Dandrès haben heute morgen der SNB in Bern den offenen Brief überreicht, der von mehr als 50 Vertreter*innen der Politik unterzeichnet wurde.
Der unterzeichnete Brief wurde als Folge der Ereignisse an der diesjährigen SNB GV lanciert. Die SNB verweigerte an ihrer Generalversammlung zwei Vertreter*innen von Aktionärsorganisationen den Zutritt: Orlando Carriqueo, Sprecher der Mapuche, und Marianna Katz, Anwältin aus Argentinien. Beide waren im Besitz der formell nötigen Dokumente, mit denen auch andere Aktionär*innen teilnehmen konnten.
Die beiden wollten die Anwesenden der Versammlung auf die Investitionen der SNB in Fracking-Unternehmen aufmerksam machen, unter anderem in der Region Vaca Muerta (Argentinien). Die SNB hält Milliarden schwere Aktien in dort tätigen Unternehmen, was gegen ihre eigenen Richtlinien verstösst. Die SNB Anlagerichtlinien verbieten nämlich Investitionen in Firmen, die “erhebliche systematische Auswirkungen auf die Umwelt” haben und/oder “gravierende Menschenrechtsverletzungen verursachen”.
Die SNB wollte mit dieser Handlung verhindern, dass sich die zwei betroffenen Personen aus Argentinien direkt an die Aktionär*innen richten. Damit verschliesst die SNB die Augen vor berechtigter Kritik.
Der Brief verurteilt dieses Verhalten und fordert die SNB auf, Gemeinschaften, die von ihren Investitionen direkt betroffen sind, zuzuhören. Es ist Zeit, dass die SNB realisiert, welche Schäden an Mensch und Umwelt Unternehmen in ihrem Devisenportfolio wie Chevron, Shell oder Exxon in Regionen wie Vaca Muerte anrichten.